Wanderung von der Chapelle Notre-Dame-de-Bon-Voyage zum kleinen Haus auf der Pointe du Mouton.

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun

 

Warum nicht mal eine Wanderung in Plogoff?  Diese Wanderung ist kurz, kann aber ausgedehnt werden in Richtung Pors Loubous oder in Richtung Anse du Loc'h.

 

Wer nicht so weit laufen möchte, der läuft einfach nur bis zum kleinen Häuschen auf der Pointe du Mouton, rastet dort und kehrt dann zur Chapelle zurück.

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun

 

Die Anfahrt zur Chapelle Notre Dame de Bon Voyage ist ganz einfach und von der D7 (von Audierne in Richtung Pointe du Raz) aus leicht zu finden.

 

Es gibt zwei verschiedene Zufahrten, jeweils links abzweigend von der D7, die erste Zufahrt ist kurz hinter der Anse du Loc'h beschildert, an selber Stelle ist auch das Töpferatelier Toramur ausgeschildert, das auch einen Abstecher lohnt. Sie folgen dann der kleinen Straße immer den Berg hoch, bis Sie schließlich an der Kirche landen. Der zweite Abzweig geht weiter Richtung Plogoff von der D7 links ab, er ist ebenfalls beschildert, hier ist die Zufahrt dann kürzer.

 

An der Chapelle angekommen, können Sie auf dem freien Platz vor der Kapelle problemlos parken.

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun

 

Sie laufen dann oberhalb der Kapelle um diese herum und kommen rechter Hand direkt  auf den Wanderweg, dem Sie gradeaus in Richtung Meer folgen kleinere Abzweige nach links ignorieren Sie, relativ weit unten gibt es einen breiteren Weg nach links, den sie nehmen können, um abzukürzen, besser läuft es sich aber unten über den Küstenweg, auf den Sie links abbiegen, wenn Sie ihn erreicht haben.

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun

 

Sie wandern nun eine kurze Strecke am Meer entlang, leicht bergan und kommen recht schnell an die Pointe du Mouton, das kleine Häuslein ist nicht zu übersehen, es droht ganz vorne auf der Küste, an zwei Seiten vom Atlantik umgeben.

Sie dürfen das Häuslein betreten und sich dort umschauen oder rasten, aber bitte hinterlassen sie alles so, wie Sie es vorgefunden haben und schließen Sie die Tür und alle Fenster wieder fest.

 

 

Sie werden sich nun fragen, wie kommt dieses seltsame Häuslein dort oben auf die Klippe. Die Erklärung hat sein Besitzer, Ambroise L’HENORET, selbst einmal gegeben. Den Originaltext finden Sie hier auf Französisch: https://lochprimelin.canalblog.com/archives/2014/02/01/29123093.html

 

Ich habe den Text hier für Sie übersetzt, weil er zu schön ist, um nicht gelesen zu werden! Ambroise L'Henoret ist heute (2025) 80 Jahre alt und lebt in Plogoff, gar nicht so weit von seinem Häuslein entfernt, vielleicht treffen Sie ihn ja sogar einmal dort, wenn er einen Spaziergang mit seinem Hund unternimmt.

 

Verweilen Sie einfach kurz und genießen Sie den wunderbaren Ausblick, dann werden Sie verstehen, warum es schon immer der Traum von Ambroise war, an genau dieser Stelle ein Haus zu errichten.

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun

 

Die Geschichte des kleinen Hauses an der Pointe des moutons in Plogoff Erzählt von seinem Besitzer: Ambroise L'HENORET auf der Seite

https://lochprimelin.canalblog.com/archives/2014/02/01/29123093.html

Ich bin nur der Übersetzer!

 

Ambroise erzählt:

 

"Man muss bis zum Beginn meines Lebens zurückgehen. Es war „zur Zeit der Befreiung“. Im Jahr 1945 waren Hitlers Armeen, die die Küsten kontrollierten, gerade vertrieben worden. Die Einwohner erhielten ihre Gebiete zurück. Meine Mutter, die vor dem Krieg in Le Havre gelebt hatte, war während des Blitzkriegs schwanger evakuiert worden, so dass ich zwei Wochen nach der Ankunft in Plogoff geboren wurde.

 

Nachdem wir in Kervit und dann in Kergroas, ganz in der Nähe der Kapelle, gewohnt hatten, mieteten wir ein Haus in Audierne, wo ich von 1945 bis 1949 die gesamte Grundschulzeit verbrachte. Und es gab den Donnerstag! Das war in jenen fernen Zeiten der „schulfreie Tag“. Am Mittwochabend landete ich in Le Loch, vor dem wunderbaren Café von Chan Gust und Mary. Dort wartete mein Großvater, Chan Laurent Cariou, schon sehnsüchtig auf mich. Bei der Ankunft machte meine Großmutter Crêpes. Am nächsten Morgen waren die Schafe dran. Gegen acht oder neun Uhr wurden alle Schafe des kleinen Dorfes (vielleicht zwanzig) zusammengetrieben und mussten nach „Le Roz“ gebracht werden. Jeder holte seine Tiere am Abend wieder ab. Damals sahen der „Feunten Yen“ und „Le Roz“ noch nicht so aus, wie sie heute aussehen. Keine Bäume, nicht einmal Büsche, sehr kurzes Gras, das von Generationen von Schafen immer wieder gemäht wurde.

 

Oft trieb Chan-Marie Deuffic die Schafe zur Pointe und nutzte die Gelegenheit, um nach angespültem Treibholz (Holz war damals sehr wertvoll) Ausschau zu halten. Wann immer ich konnte, begleitete ich ihn. Er sprach nur auf Bretonisch mit mir und ich verstand nicht alles, aber was mir an ihm gefiel, war seine Leidenschaft für Schiffswracks. Wracks ist ein großes Wort, meistens handelt es sich nur um ein Brett oder ein Stück Balken, das die Vorsehung des Meeres an unsere Küsten gespült hat.

 

Und genau die Ecke, die er sich ausgesucht hatte, um den Horizont abzusuchen und sich die Beute anzueignen, war die Pointe du Mouton, eine besondere Stelle: Schutt aus den nahegelegenen Steinbrüchen war dort abgeladen worden und bildete eine Art Geröllhalde, die die Küste überragte. Eine kleine Erhebung davor schützte uns vor dem Seewind, der über unsere Köpfe hinweg zog.

Wir lagen dort und hielten Ausschau nach Treibgut! Das waren wunderbare Momente für mich: Ich blickte auf das Meer. Wenn ich auf das Land blickte, das Loc'h, erschienen mir all die kleinen Häuser in den Dörfern (es waren nur wenige im Vergleich zu den heutigen) weit weg..... Ich war woanders...

 

In diesen gesegneten Momenten sickerte wie eine Selbstverständlichkeit, die mächtigen kindlichen Selbstverständlichkeiten, der Plan in mich ein, eines Tages mein Haus auf der Landzunge zu bauen. In meinem Kopf war die große Menge an Steinen auf der Geröllhalde wie eine Einladung vorhanden. Ich war sechs, sieben, acht Jahre alt, ich sprach mit niemandem darüber, aber der Plan war da, mächtig, unzerstörbar...

 

1949, nachdem wir jahrelang auf eine Wohnung gewartet hatten, wanderten wir nach Bordeaux aus, wodurch wir den Vater alle 45 Tage sehen konnten, statt wie früher alle sechs, sieben Monate. Vor einigen Jahren zog ein Freund aus Bordeaux, den ich seit den 1950er Jahren nicht mehr gesehen hatte, nach Plouhinec. Ich fragte ihn, wie er mich damals gesehen hatte (ich war etwa zwölf Jahre alt). Hier ist seine Antwort: „Was uns erstaunte, war, dass du oft sagtest: “Ich habe zwei Pläne: Ich werde Journalist bei der Humanité und ich werde ein Haus an der Pointe du Mouton bauen ...".

 

Das erste Ziel wurde mit der Entwicklung meiner Gedanken ziemlich schnell aufgegeben, aber das zweite hielt sich hartnäckig.

Allerdings musste man dort oben ein Stück Land besitzen, woran ich in meiner Kindheit nicht gedacht hatte. Das Grundstück schien in meinem Kopf allen zu gehören, also auch mir. Ich schaffte es also, Simone Lozach ein winziges Quadrat (100 m2 !!) für den bescheidenen Betrag von 25.000 F abzukaufen. Achtung, das war in alten Francs. In neuen wären es 250 NF und in Euro etwa 40 Euro!!! Ich war zu dieser Zeit ziemlich arm...

 

Der „Baubeginn“, der durch die Schwierigkeiten beim Kauf verzögert wurde, begann Ende der fünfziger Jahre. Danach stieß ich auf verschiedene administrative Komplikationen (die übrigens ganz normal waren). Nach mehreren Schritten und Dialogen bei der Behörde in Brest haben die Leute, die mich in den Büros empfingen, jedoch wahrscheinlich beschlossen, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Vielleicht hielten sie mich für ein bisschen verrückt, oder sie glaubten nicht an die Umsetzung des Projekts...

 

Vor Ort ging es jedoch mühsam voran. In jeder Schulferienwoche wuchs das Haus, trotz der Sticheleien einiger Leute, der Vorbehalte der Familie und der Schwierigkeiten beim Transport der Materialien. Nach zwei Jahren, in denen Sand, Zement und Wasser mit der Schubkarre transportiert wurden, kam es zu einer echten „technischen Revolution“! An dieser Stelle muss ich meiner Vespa, die Zeitzeugen so oft mit maximaler Beladung den Hügel hinauffahren sahen, ein großes Lob aussprechen. Schließlich, auf halbem Weg der Arbeiten, erklärte sich ein Landwirt aus Kerstrat, Lom a Mevel, dessen Andenken ich unendlich dankbar bin, bereit (was nicht sehr einfach war, da der untere Weg „le n'hen dour“ nur schwer begehbar war), eine Ladung Betonsteine und dann eine Ladung Sand zu transportieren. Ab diesem Moment gingen die Dinge viel schneller und mit Begeisterung voran. 1963 war der größte Teil geschafft und wir legten zu viert das Dach auf: mein Vater, Chan Marie Deuffic und Jackez Moguen. 1964 konnte ich die Innenarbeiten nicht fortsetzen, da ich durch den Militärdienst weit von Plogoff entfernt war. (Ich war Lehrer in Algerien, in Sétif). Ich bin meinem Vater, der gerade in Rente gegangen war, dankbar, dass er die Innenarbeiten abgeschlossen hatte: den Boden, den Verputz und die Dielen.

 

Als ich 1966 aus Algerien zurückkehrte, konnten wir dort für die Sommerferien einziehen. Ich war gerade Vater einer kleinen Tochter geworden und das Leben war schön...

 

Das Haus ist heute offen für alle, die ein wenig Zeit dort verbringen möchten, sogar über Nacht! Es ist ein bisschen wie in einer Berghütte, man muss das Haus so sauber hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. Auf dem Tisch im Jahr 2014 lagen eine Bibel und ein Buch von Victor HUGO.

 

Seit ich dieses Text im Jahr 2014 geschrieben habe, ist dieses kleine Haus berühmt geworden. Der immer stärker frequentierte Wanderweg GR34 hat auch seinen Teil dazu beigetragen. Die Durchreisenden hinterlassen kleine Notizen in einem Gästebuch, Zeichnungen, Gegenstände ... Die Innen-„Dekoration“ verändert sich im Laufe der Zeit und der Jahreszeiten, aber es gibt auch Unhöflichkeiten und ab und zu kleine Beschädigungen."

 

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun

 

Wenn Sie den Ausblick genossen haben, können Sie noch weiter hinunter zur Anse du Loc'h wandern. Dort gibt es eine sehr gute Crêperie, in der Sie in den Monaten April bis September  einkehren können.

 

Laufen Sie von der Pointe du Mouton in die andere Richtung zurück, dann können Sie noch weiter an der Küste entlang laufen bis nach Pors Loubous und von Pors Loubous den Berg hinauf Richtung Plogoff und dann rechts ab zurück zur Chapelle de Notre Dame de Bon Voyage.

 

Ferienhaus Ker Armor, Plouhinec, Bucht von Audierne, Finistère, Bretagne, Hund willkommen, Wandern Cap Sizun